Ein Reisebericht von Natalie

Schon wieder fängt es an zu kribbeln, der Äquator ist überquert und in ein paar Minuten ist es endlich soweit, der blaue Indische Ozean blitzt schon durch die Fenster im Flugzeug, die ersten der 115 Inselnperlen von den Seychellen sind schon zu sehen. Die Hauptinsel Mahé ragt gigantisch aus dem Ozean hervor und man spürt schon vom Flugzeug aus welch eine überwältigende Schönheit einem erwartet, kleine Buchten mit weißen Sandstränden lassen schon einiges erahnen. Die kleinste Hauptstadt der Welt „Victoria“ ist jetzt auch zu sehen, mit einem der ältesten botanischen Gärten, einen Nationalmuseum, einem Hindutempel und einem typischen kreolischen Markt. Schon der erste Anblick nach der Landung macht einem sprachlos, gleich direkt hinter dem Flughafen von Mahé türmen sich die gewaltigen Granitberge, umgeben von einem saftigen Grün, das nur so strotzt vor Üppigkeit an Pflanzen und dazwischen die kleinen bunten Holzhäuser der Kreolen.

Auf geht’s zur zweitgrössten Insel nach Praslin. Diesmal nehme ich mal wieder den kleinen Propellerflieger, wo man fast im Cockpit sitzt und so das richtige Seychellen-Feeling bekommt.

Der Flieger hebt mit einer Leichtigkeit ab, unter uns der Indische Ozean auf dem die Sonne glänzt. Der grosse Katamaran (Cat Cocos) der von Praslin nach Mahé fährt, sieht von hier oben aus wie ein Spielzeugboot und die kleinen Inseln unter uns laden zu träumen ein.

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Ich kann schon die Berge von Praslin erkennen und einer der schönsten Sandstrände auf der Welt „Anse Lazio“. Unter uns ein Luxusressort mit privaten Pools und einem Golfplatz,  eingebettet in eine tropische Landschaft. Schade nach 15 Minuten ist es vorbei, wir landen auf Praslin. Am dem kleinen liebevoll gebauten Flughafen von Praslin, erwartet mich schon Judy mit einem freundlichem „Welcome to Seychelles“. Wir fahren die Inselstrasse am Meer entlang durch einen kleinen Ort, wo gerade die Seychellois ihren täglichen Einkauf erledigen,          vorbei an Einheimischen in bunten Kleidern und Hüten die am Strassenrand auf den Bus warten. Unterwegs an kleinen Gästehäusern vorbei, laufen ein paar Hühner über die Strasse, tja typisch Seychellen eben alles etwas entspannter und ruhiger. Jetzt geht es den steilen Berg hinauf, die Strasse schlängelt sich durch den Urwald von Praslin, vorbei am Vallèe de Mai (Maital) wo es die einzigartige botanische Rarität zu bestaunen gibt die „Coco de Mer“. Sie wächst aus dem grössten Samen der Botanik und bringt um die 20 Kg auf die Waage. UNESCO hat das Vallée de Mai zum Weltnaturerbe erklärt, wie auch das „Aldabra Atoll“ das zu den weltgrößten Atollen zählt. Ein paar Minuten später bin ich schon am Jetty von Praslin, prima die Fähre (Katamaran) nach La Digue ist schon da. Ich nehme wieder oben im freien Platz, von dort kann man alles gut sehen und tolle Bilder von den Inseln machen. Auf der Fahrt aus dem Hafen sieht man unterwegs die kleinen Gästehäuser zwischen den Bäumen herausgucken, am Luxusressort von Round Island vorbei, kann man die Insel Curieuse erkennen auf der man von freilaufenden Schildkröten begrüßt wird, dort ist nämlich die Schildkrötenfarm von den Seychellen. Als Tagesausflug mit anschließendem Badeaufenthalt ist die Insel sehr empfehlenswert. Ein Segelschiff mit Tauchern kreuz unsere Fähre, wo Touristen die Seychellen vom Meer aus erkunden. Die Granitfelsen vom Strand von La Digue sind schon zu erkennen, wir sind gleich im Hafen. Dort warten schon die Ochsenkarren, der Fahrradverleih und die Taxis auf Kundschaft. Da ich Zeit habe nehme ich den Ochsenkarren und lasse mich jetzt endlich zum Strand „Anse Source d’Argent bringen. Wir werden von Einheimischen und Touristen auf Fahrrädern überholt, es geht vorbei an bunten Häusern und Bungalows zum L’Union Estate. Der Ochse von La Digue dreht mal wieder seine Runden, beim Schildkrötengehege muss ich zum füttern anhalten, die sehen so hungrig aus. Mein Magen fängt auch schon an zu knurren, am kleinen Restaurant mache ich halt. Wie wäre es mit Octopus Curry oder Octopus Salat oder Red Snapper oder vielleicht doch Smokked Fish, es schmeckt einfach alles lecker, beim Getränk ist es einfach eine frische Kokosnuss muss es sein. Gleich bin ich an meinem Lieblingsstrand vorbei am Hochzeits-Örtchen. Heute wird mal wieder geheiratet, alles ist schön tropisch geschmückt mit einem Tisch und Stühlen, ein Standesbeamter spricht und ein verliebtes Pärchen sieht sich tief in die Augen, oh wie romantisch. Ein paar Minuten verweile ich, so schön ist der Anblick. So jetzt brauch ich eine Abkühlung, der indische Ozean ruft, die grösste Badewanne von La Digue vor meine Augen, eingebetet  mit dem Granitfelsen einfach ein grandioser Blick und ab in die Fluten.

Der Tag geht langsam zu Ende, nun sitze ich hier auf der Holzterrasse vom meinem Bungalow, mein Blick schweift über das ruhige türkisblaue Meer, das seichte Wellen an den Sandstrand wirft. Der Wind zieht sich sanft durch die Bäume, die Vögel zwitschern fröhlich und ein Krebs krabbelt unter meinem Bungalow hervor, in diesem Augenblick wünschte ich mir, das Zeit für immer stehen bleiben würde. Ja, jetzt bin ich angekommen im wahren Paradies auf Erden.

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